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SHUK ACHAVA im Thüringer Landtag am 3. September 2016


ACHAVA Impressionen des Tages

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© Thüringer Landtag


Achava-Israel erklärt

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Impressionen des Tages

Carius: Spannender Diskurs mit Israel 
Thüringer Landtag präsentiert Shuk Achava-Festival

„Die Premiere ist gelungen. Shuk Achava im Thüringer Landtag war ein schöner Erfolg. Auch die Besucherresonanz zeigte das Interesse der Thüringer am interkulturellen Diskurs mit Israel, Weltanschauungen und Religion. Rund 1000 Gäste haben das breitgefächerte Angebot an Vorträgen, Literatur, Musik, Kabarett und Kulinarik wahrgenommen.“ Das erklärte heute (Samstag) Landtagspräsident Christian Carius zum Abschluss des Achava-Kulturfestivals im Thüringer Landtag. Erstmals war der Landtag Partner und Veranstaltungsort, der von Achava e. V. initiierten Aktion, die vom 1. bis 11. September in Erfurt stattfindet. Generalintendant Martin Kranz ergänzte: „Wir wollten frischen Wind in den Thüringer Landtag bringen. Ich denke, das ist gelungen.“ Unter den Gästen war auch der Kulturattaché der Israelischen Botschaft in Deutschland, Tsach Saar, der ein Grußwort hielt.

„Shuk Achava ist hebräisch“, so der Präsident weiter, „und bedeutet Markt der Brüderlichkeit. Es beschreibt das Konzept, den Dialog zwischen den Kulturen und vor allem zwischen den Religionen zu führen. Wir präsentieren hier im Landtag ein Festival, das von einem jüdischen Impuls geprägt ist und ohne Israel nicht gedacht werden kann. Wir alle wissen um den historischen Zusammenhang zwischen der Gründung des Staates Israel und den deutschen Verbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus. Das ist Grund genug für jedes deutsche Parlament, sich mit dieser Geschichte zu beschäftigen. Über 50 Jahre ist es her, dass Israel und Deutschland diplomatische Beziehungen aufnahmen. Es war ein langer und mühsamer Weg, den die Staatsmänner David Ben Gurion und Konrad Adenauer geebnet haben. Das war keineswegs ein Akt der Selbstverständlichkeit, zu tief waren die allgegenwärtigen Erinnerungen an die Verbrechen des Holocaust.“

„Es geht aber auch um Religion“, erklärte Carius. „Religion erlebt in Teilen der Welt eine politische, zum Teil grausame Instrumentalisierung.“ Er nannte in diesem Zusammenhang die Schlagworte „Islamischer Staat“, „Gotteskrieger“, „Dschihad“. „Davon ausgehend war die Idee ein Festival ins Leben zu rufen, das Kultur und Diskurs verbindet genau das, was wir brauchen.“

Während des Festivals wurde zudem die Ausstellung „Israelis und Deutsche“ eröffnet, die anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel entstanden ist. Die Retrospektive wird noch bis zum 13. September im Landtag gezeigt.

Zum musikalischen Finale führte Banda Internationale Drum Circle auf.

Unter den Gästen und Referenten waren (u.a.) Ministerpräsident Bodo Ramelow, Finanzministerin und Stellvertretende Ministerpräsidentin Heike Taubert, die Vize-landtagspräsidenten Margit Jung und Uwe Höhn, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Professor Reinhard Schramm, der Präsident der Stiftung Weimarer Klassik, Hellmut Seemann, die Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Erfurt, Franziska Schmidtke, die Ausstellungskuratorin Dr. Alexandra Nocke und der Pianist und künstlerische Leiter der Achava-Festspiele, Jascha Nemtsov.